Lieber Besucher unserer Internetpräsenz,
herzlich dürfen wir Sie bei der Fördergesellschaft Demokratisches Dresden e.V.,
einer überparteilichen und überkonfessionellen Vereinigung, begrüßen.
"Schon wieder ein im Entstehen begriffener Verein mit diffusem Inhalt und Hintergrund.
Gibt es nicht schon unzählige Verbände und Vereine, die sich mit der Thematik
Extremismus und Demokratie beschäftigen?", mag sich der eine oder andere gedacht
haben, als er von unserer Vereinigung erfuhr. Ja, wir geben Ihnen in der Hinsicht
Recht. Die Einordnung unserer Initiative ist schwierig, sei es in ein
politisches Lager, sei es in ein Aktionskonzept.
Unsere Richtung ist klar formuliert und vorgegeben: Weg von Extremismen
aller Art, weg von einer permanenten Streitgesellschaft, die nur noch Feindbilder
kennt, weg aus der Vereinzelung der Gruppierungen, dem Rückzug der Bürger ins
Private. Hin zu gemeinsamen Werten, die eine friedliche Gesellschaft braucht.
Wer glaubt, es handle sich bei unsrem Verein um ein Projekt gegen Rechts oder
eine Organisation gegen Links, gegen politische Ansichten oder gegen bestimmte
Glaubensichtungen und Ideologien, der irrt. Es geht um die Betonung und Prakti-
zierung der gesellschaftlichen Werte wie Zivilcourage, Solidarität und
Gemeinsinn sowie den Interessensausgleich aller Gruppierungen,
Weltanschauungen, Glaubensrichtungen und Generationen. Die Menschenwürde und
Freiheit des Einzelnen steht im Vordergrund, nicht als Egoismus verstanden,
sondern in Achtsamkeit und Rücksichtnahme gegenüber dem anderen im Sinne der
Goldenen Regel: "Wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen
auch" sowie der Gleichbehandlung, wie sie in unserer Verfassung zugrunde
gelegt ist.
Die grundlegenden Fragen, mit der sich der Verein immer wieder kritisch
aus- einandersetzen wird, sind: Was hält unsere demokratische Gesellschaft
zu- sammen? Was treibt unsere demokratische Gesellschaft auseinander? Wie
kann der schweigenden Mehrheit, die sich wieder nach Gemeinschaft, Altruismus
und Bürgersinn sehnt und diese Bürgertugenden leben will, außer dem Protest
durch Demonstrationen und Lichterketten die Möglichkeit zum weiteren Engagement
gegeben werden? Wie ist der "Aufstand der Anständigen", wie es Bundeskanzler
Gerhard Schröder im Jahr 2000 bezeichnet hat, oder die Umsetzung der Ruck-Rede
von Roman Herzog aus dem Jahre 1997 auf unsere von immer mehr Egoismus und
persönlichem Profitstreben angetriebene Gesellschaft möglich?
In unserem Verein praktizieren ehrenamtlich Tätige Tag für Tag Gemeinsinn.
Sie sind wie die einzelnen Blätter in einem Wald, die zusammen ein gesundes
Klima erzeugen. In Form von Diskussionsrunden, Foren und sozialen Projekten
will der Verein den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Das Demokratische
Dresden soll zur Denkfabrik werden, in der die Idee der Bürgertugenden
überparteilich und überkonfessionell neu belebt wird. Es soll zugleich auch
Versuchslabor sein, in dem die gefundenen Konzepte getestet werden. Das
Demokratische Dresden will den derzeit überwiegend stummen Protest der Bürger
aufnehmen, ein aufmerksamer Zuhörer sein und sich durch Rat und Tat beteiligen.
Wir würden uns sehr freuen, Sie als Unterstützer unseres Vereins gewinnen zur
dürfen, und sind Ihnen für konstruktive Anregungen und Fragen sehr dankbar.